Immo Prenzel beim ecommka 2019: Unified Commerce

Mulitchannel oder Omnichannel sind wichtige Strategien, die aber auch geeignete Lösungen benötigen. Immo Prenzel von Magento wird genauer darauf eingehen, wie solch eine Strategie mit der Magento Shoplösung aussehen und was die Adobe Company dazu beisteuern kann. 

Hallo Immo, du wirst auf dem E-Commerce Forum in Karlsruhe eine Keynote zum Thema Unified Commerce halten. Stelle dich doch bitte kurz vor.

Gerne! Ich bin Immo und seit circa eineinhalb Jahren für den Vertrieb der Magento-Lösungen in der DACH-Region verantwortlich. Deshalb kenne ich die Herausforderungen, vor denen Unternehmen stehen, wenn sie sowohl B2B- als auch B2C-Kunden möglichst effizient adressieren möchten. Vor meiner Zeit bei Magento habe ich mich drei Jahre lang bei Amazon mit der Entwicklung, Einführung und dem Vertrieb von Omnichannel-Payment-Experiences in Webshops und am POS beschäftigt. Die E-Commerce-Insights, die ich in dieser Zeit erhalten habe, helfen mir heute, Händler dabei zu unterstützen, individuell auf sie abgestimmte Lösungen zu finden.

Du hast bereits das Thema angesprochen, B2B und B2C gleichermaßen zu adressieren. Darum soll es auch in deiner Keynote gehen, oder?

Richtig, wir sprechen hier von Unified Commerce. Die Notwendigkeit, verschiedenste Kunden und Zielgruppen – sowohl B2B als auch B2C – anzusprechen und ihnen eine optimale Customer Experience bereitzustellen, stellt Verantwortliche vor große Herausforderungen. Denn sie müssen mit weniger Ressourcen immer mehr erreichen sowie Teams, Technologien und Tools nahtlos integrieren. Mit einer Unified-Commerce-Plattform haben Unternehmen die nötige Flexibilität, um alle B2B- und B2C-Kundenanforderungen zu erfüllen.

Magento gibt Händlern die Tools an die Hand, um ihren Content und ihre Produkte zentral zu verwalten und trotzdem sowohl Geschäfts- als auch Consumer-Kunden individuell anzusprechen. Obwohl B2B- sowie B2C-Kunden gleichermaßen Wert auf ein tolles Einkaufserlebnis legen, gibt es doch einiges, was sie unterscheidet. Magento gibt Händlern die Möglichkeit, das unterschiedliche Kaufverhalten ihrer Zielgruppen zu berücksichtigen. Denn Kunde ist nicht gleich Kunde.

Worauf kommt es beim Unified Commerce noch an?

Die Nutzererfahrung sollte über ein zentrales Interface zu steuern sein. Dies hat den Vorteil, dass man einmal entwickelte Assets für unterschiedliche Zielgruppen nutzen und Ressourcen flexibel einsetzen kann. Händler können dadurch mit nur wenigen Anpassungen für alle Kunden ein individuelles Einkaufserlebnis schaffen. Über Zielgruppensegmentierung und Targeting ist es möglich, jedem Kunden, egal ob aus dem B2B- oder B2C-Bereich, eine genau auf ihn zugeschnittene und unvergleichliche Customer Experience zu bieten.

Wie unterstützt Magento Händler konkret dabei, Kunden aus allen Bereichen anzusprechen?

Mit Magento ist es möglich, Kunden basierend auf ihrem Profil, ihrer Bestellhistorie und ihren Aktionen im Shop zu segmentieren. Dadurch kann man zielgerichtet Content, Produktempfehlungen und Angebote ausspielen. Letztlich ist der Content zentral gespeichert und wird für die unterschiedlichen Zielgruppen nur anders aufbereitet. Händler können die Inhalte mithilfe von intuitiven Drag-and-Drop Tools einfach selbst gestalten. Das bedeutet auch, dass man nicht mehr auf die Ressourcen der IT-Abteilung zurückgreifen muss, um Webseiten zu gestalten. Marketer können alles ganz leicht selbst erledigen.

Wie sieht das B2B-Erlebnis von morgen aus?

Schon heute setzt ein nahtloses Shopping-Erlebnis eine Vielzahl von Self-Service-Funktionen voraus. B2C-Kunden kennen dies bereits aus dem Alltag von Amazon und Co. Deshalb erwarten sie das gleiche hochwertige Erlebnis auch im Berufsleben. Auf dem zunehmend umkämpften B2B-Markt erwarten Kunden eine intuitive Online-Kauferfahrung, die der B2C-Experience in nichts nachsteht. Eine Unified-Commerce-Plattform hilft Händlern dabei, B2B-Experiences auf B2C-Niveau bereitzustellen.

So muss man zum Beispiel Bestellungen direkt eingeben können und Kunden erwarten umfassende Produktinformationen wie Handbücher, Bewertungen und Bilder. Zudem muss es möglich sein, Einkaufslisten zu erstellen um häufig benötigte Produkte einfach nachbestellen zu können. Um eine vollkommen B2C-ähnliche Experience zu bieten, sollten B2B-Kunden ihre Bestellhistorie und den Versandstatus abrufen sowie Bestellungen online bezahlen können.

Was ist deiner Ansicht nach entscheidend für den Erfolg von B2B-Shops?

Käufer wünschen sich zielführend gestaltete Interaktionen, die den End-to-End-Kaufprozess erleichtern. Deshalb ist die Customer Experience der Schlüsselfaktor für Kundentreue und Umsatzwachstum. Wenn ein Unternehmen nur eine ganz bestimmte Art von Kunden hätte, wäre dies ein einfaches Unterfangen. Doch die Realität sieht anders aus: Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, sowohl B2B- als auch B2C-Kunden zu adressieren. Sie suchen deshalb nach einem Weg, für beide Kundensegmente ein erstklassiges Einkaufserlebnis umzusetzen. Auch hier zeigt sich wieder, wie wichtig der Unified-Commerce-Ansatz ist.

Immo spricht am 14. November live auf der Bühne des Flagbit E-Commerce Forums 2019. Jetzt Ticket sichern und mehr zu Magento erfahren!

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