Akeneo 3.0 – Performant zur Product Experience

Die neue Akeneo 3.0 wurde Anfang Februar auf dem Akeneo PIM Summit (APS) vorgestellt. Mit Version 3 möchte Akeneo den nächsten Schritt gehen und hat einige Weichen für die Zukunft gestellt. Wir möchten Ihnen hier einen kurzen Einblick geben, was sich rund um Akeneo mit der neuen Major Version 3.0 getan hat und welche Entwicklungen wir hierbei beobachten.

Performanceoptimierung

Einen klaren Fokus legte Akeneo bei der Entwicklung auf die Performance. Bereits zuvor konnte Akeneo auch im Enterprise Bereich schon ordentliche Reaktionszeiten bieten (auch wir haben Kunden mit mehreren Millionen SKUs auf Akeneo), doch in manchen Edge Cases und Szenarien war noch Luft nach oben. Fokus lag hierbei auf dem Produktgrid, das die meiste Aufmerksamkeit der Anwender bekommt. In Akeneo Tests wurden dort 1 Mio Produkte und 20.000 Kategorien in weniger als 2 Sekunden geladen.

Referenzeinheiten

Dies ist als Erweiterung der Referenzdaten zu verstehen und ein Enterprise Only Feature. Es ermöglicht den Anwendern, verschiedenste Einheiten separat von Produkten zu pflegen und diese dann Produkten zuzuweisen. Gängige Beispiele wären Marken, Zutaten, Größen. Auch dieses Feature soll auf die „Product Experience“ einzahlen.

Single Sign On

Exklusiv in der Enterprise Edition ist Akeneo nun „SSO-ready“ und erlaubt es nun in Enterprise-Umgebungen sich in die Single Sign On Umgebungen der Unternehmen einzuhaken.

Franklin Insights

Das wohl „spannendste“ neue Feature in der Akeneo Enterprise Edition ist Franklin Insights. Mit Franklin hat Akeneo ein neues Produkt geschaffen, dass auf dem Zukauf von Sigmento basiert. Franklin ist als kuratierte Produktdatenbank mit einem KI-Ansatz zu verstehen. Mit Franklin Insight ist es Akeneo Anwendern nun möglich, Daten aus der Franklin Datenbank mit eigenen Daten zu mappen und so automatisiert seine Produktdaten signifikant und mit wenig Zeitaufwand zu verbessern. Vor allem für Händler eine sehr spannende Lösung, die den Nerv einiger Kunden treffen wird.

Die Franklin Bibliothek wird über eine API verfügen und kann auch außerhalb der Akeneo Enterprise Edition angesprochen werden.

Unsere Einschätzung:

Mit Franklin als weiterem Produkt ist klar, dass auch Akeneo neben dem „reinen PIM“ mehr und mehr auch eine Suite an Produkten bietet. Ein erster Schritt machte man hierbei schon mit dem Onboarder letztes Jahr. In der Positionierung setzt Akeneo dabei auf „Experience“ als Differentiator und sieht sich als Tool für „Product Experiement Management“ (PXM).

Für den Anwender hat sich in der Akeneo 3.0 im ersten Moment nicht so viel verändert wie beim Versionswechsel von Akeneo 1 auf 2. Dies liegt daran, dass Veränderungen im User Interface diesmal ausblieben. Das ist gut, Akeneo war davor schon das wohl am angenehmsten zu bedienende PIM und so erhält man die Konsistenz für Anwender.

Unter der Haube hat sich aber viel getan. Vor allem die Optimierung der Performance sehen wir als wichtigen Schritt an. Auch davor war Akeneo bei großen Setups performant, nun wurde jedoch nochmal eine Schippe draufgelegt, um für weitere Anforderungen gerüstet zu sein.

Mit „Franklin“ hält Künstliche Intelligenz und Machine Learning auch im großen Stil im Hause Akeneo Einzug. Die Entwicklungen hierbei werden sehr spannend zu verfolgen sein. Im ersten Schritt sehen wir vor allem Retailer profitieren, Franklin könnte sich aber in vielen Cases noch zu einem weiteren USP von Akeneo entwickeln.

Die Entwicklung zeigt, dass Akeneo ein weiterhin rasant wachsendes Produkt ist und wir freuen uns darauf, gemeinsam mit unseren Kunden von der 3.0 zu profitieren.

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Christoph Bauer
Christoph Bauer ist Key Account Manager bei der Flagbit GmbH & Co. KG. Er kümmert sich hauptsächlich um die Betreuung, Beratung und Weiterentwicklung der Flagbit-Kunden.

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